Nach einer Haartransplantation konzentriert sich die Nachsorge oft auf die Empfängerzone. Der Spenderbereich, aus dem die Grafts entnommen wurden, heilt schneller und mit weniger Komplikationen, benötigt aber ebenfalls angemessene Pflege.
Was der Spenderbereich unmittelbar nach der Operation aussieht
Unmittelbar nach der FUE-Entnahme zeigt der Spenderbereich Hunderte oder Tausende winziger kreisförmiger Punktionsstellen. Diese sind etwa 0,6–1,0 mm im Durchmesser und erscheinen als kleine rote Punkte auf der rasierten Haut.
Heilungszeitverlauf des Spenderbereichs
Tage 1–3: Kleine Krusten bilden sich an jeder Entnahmestelle. Der Bereich kann sich eng oder empfindlich anfühlen.
Tage 3–7: Tägliches Waschen weicht die kleinen Krusten auf und beginnt, sie zu entfernen.
Tage 7–14: Die meisten Krusten sind abgefallen. Die Haut darunter erscheint rosa und leicht glänzend.
Wochen 2–4: Die Rötung verblasst. Die Haare im Spenderbereich beginnen wieder zu wachsen und tarnen zunehmend die Entnahmestellen.
Monat 1–3: Bei normaler Haarlänge (Grad 2 oder länger) ist der Spenderbereich bei normaler Betrachtung praktisch unsichtbar.
Monat 6–12: Vollständiges Haarwachstum über der Spenderzone. Die Entnahmenarben sind permanent, aber bei normalen Haarlängen praktisch nicht erkennbar.
Was ist mit Narbenbildung?
FUE hinterlässt winzige kreisförmige Narben an jeder Entnahmestelle:
- Etwa 0,5–1,0 mm im Durchmesser
- Weiß oder leicht blass nach vollständiger Heilung
- In einem verstreuten Muster über die Spenderzone verteilt
Bei Patienten, die ihr Haar bei Grad 2 oder länger tragen, sind diese Narben unsichtbar. Patienten, die ihren Kopf sehr kurz rasieren, sollten dies vor dem Eingriff mit dem Chirurgen besprechen.
Pflege des Spenderbereichs
Das gleiche Waschprotokoll gilt für den Spenderbereich wie für die Empfängerzone — sanftes Betupfen mit verdünntem Spezialhampoo ab Tag 3, Niederdruck-Spülung, trocken tupfen.
Empfindlichkeit und Taubheit
Viele Patienten berichten von vorübergehender Taubheit oder verringertem Gefühl im Spenderbereich nach FUE. Dies ist durch die Unterbrechung kleiner sensorischer Nervenfasern während der Entnahme bedingt und normal. Das Gefühl kehrt typischerweise progressiv über 3–6 Monate zurück.
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